Tortuga Cycle & Coffee Tea Trip for Swift Solstice Campout

02Die Organisatoren von TORTUGA Cycles aus Berlin kannte; die Personen von COFFEE TEA TRIP aus Jelenia Gorá sollte ich im Wald nördlich von Kostrzyn kennen lernen. Vor dem Treffen stand erst einmal die Anreise auf dem Programm.

Ich verließ am Freitag, 21.06.2019, nach der Arbeit, so gegen 16:30 Uhr, das Haus um zum Ort der Übernachtung zu fahren. Ich hatte geplant möglichst viele Streckenteile Offroad zu fahren. Aber erst einmal musste ich aus Berlin rauskommen.

Ich wählte eine Route über Köpenick und Wendenschloß, von dort mit der BVG-Fähre über die Dahme und weiter entlang der Strassenbahntrasse nach Schmöckwitz.

1423Noch kurz über mehrere Brücken und ich befand mich auf dem Weg neben dem Oder-Spree-Kanal, dem ich bis zur Hartmannsdorfer Heide folgte.

Weiter ginge es über einsame Landstrassen und über noch einsamere Wege durch Wälder und Felder. Exakt um 20:01 Uhr erreichte ich den anvisierten Supermarkt in Fürstenwalde/Spree. Die Verkäuferin liess sich nicht erweichen und drehte hartherzig den Schlüssel im Schloß um. So musste ich ein paar Kilometer weiter in eine Tankstelle überteuert zwei Flaschen Wasser und das Gute-Nacht-Bier kaufen. Direkt hinter Fürstenwalde fuhr ich bei Langewahl wieder hinein in den Wald und es ging Kilometer um Kilometer immer geradeaus. Nicht umsonst trägt der Weg den schönen Namen: „Langes Gestell“. Von diesem „Langen Gestell“ bog ich bei Drahendorf links ab um auf dem „Märkische Schlössertour Radweg“ zum Campingplatz beim Forsthaus an der Spree. Der alte Charme des Objekts 74, das einmal von der Staatssicherheit der DDR als Fluchtort für Mitglieder der RAF betrieben wurde, liegt noch immer über dem Areal.

Nach einem schönen Abend mit einem Paar aus Zürich – beide ehemalige Fahrradkuriere – und einer erholsamen Nacht ging es am Morgen um 9:30 Uhr weiter zum Treffpunkt. Über Mühlrose und den Helenesee erreichte ich Frankfurt/Oder, wo ich in einem Café Mittagspause machte. Nach Kaffee und Kuchen fuhr ich über die Oder und war in Polen. Jetzt noch schnell Euro in Zloty gewechselt und auf kürzesten Weg raus aus Slubice gerollt um wieder Natur unter die 29′ zu bekommen. 1440In Polen muss es in den letzten Tagen ziemlich heftig geregnet haben. Die Wege standen teilweise immer noch unter Wasser und ich kam nur langsam voran. Ich musste zum Teil im Schritttempo durch tiefe Pfützen tasten. Nach gut 60 Kilometer durch den Morast entschied ich die geplante Route zu verlassen und mir einem kürzeren Weg zum Biwackplatz bei Namyslin zu suchen. Ich fuhr ein Stück auf dem Jacobsweg und durch den Naturpark Warthemündung.

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In Kostryn kaufte ich noch Essen und Trinken für den Abend ein und nach wenigen Kilometern auf Asphalt befuhr ich wieder die Wege, die ich so liebe: Waldwege! Noch gut eine Stunde rollte ich im Schatten der Bäume und erreichte gegen 18 Uhr den Biwakplatz mittel im Wald.1447

Ich war etwas überrascht. Keine Menschenseele weit und breit. Hatte ich den falschen Ort angesteuert. Da ich auch keinen Empfang mit dem Mobiltelefon hatte blieb mir nichts anderes übrig als zu warten. Und nach 1,5 Stunden kam Bewegung in den Wald. Die Gruppe aus Jelenia Gorá trudelte ein, wir begrüßten uns und tauschten Informationen über die Berliner Gruppe aus. Die COFFEE TEA TRIP Gruppe baute ihr Nachtlager aus Hängematten in den Wald und als sie damit fertig waren begannen wir unser ersten Bier gemeinsam zu trinken. Noch nach den Mücken, die sich durch ihre Menge sehr unbeliebt machten, kamen die TORTUGA Gruppe im Camp an.

Auf ihrem Weg zum Camp müssen Unmengen an umgestürzte Bäume das Vorankommen sehr eingebremst und viel Kraft gekostet haben. Jetzt waren wir alle beisammen und konnten zum gemütlichen Teil des „Tortuga Cycle & Coffee Tea Trip for Swift Solstice Campout“ kommen.

Am Sonntag wurde nach dem Frühstück und dem Zelebrieren der Zubereitung von Kaffee eine Gruppenfoto als bleibende Erinnerung an die gelungene Ausfahrt gemacht

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und kurze Zeit später machten sich Grüppchen auf den Weg zurück nach Jelenia Gorá, nach Küstrin-Kietz zur Bahn oder zur Fähre über die Oder bei Gozdowice. Zu letzter Gruppe gehörte auch ich.1465

Nachdem wir die Oder überquert hatten verliess ich diese Gruppe um einige Kilometer parallel zur Oder flussabwärts zu fahren um dann entlang der verschiedenen Seen über Strausberg, Woltersdorf und Erkner und weiter vorbei am Müggelsee und über die Ostkrone zurück nach Mariendorf zu gelangen. Ich holte mir bei der Tanke am Schloß Britz noch schnell zwei eiskalte Biere und um 17:30 Uhr war ich Zuhause.

1466Durch die Hitze war ich zwar 5 Kilo leichter und habe 350 Kilometer zurückgelegt, ich war zufrieden mit mir und dem Setup des Fahrrads. Ich bin mir sicher, dass ich jetzt das Setup für die Trans Germany 2019, bei der ich am 7.  Juli in Basel an den Start gehen werde, gefunden habe.

Was aber am meisten zählt sind die Menschen mit denen ich ein paar Stunden auf einer Waldlichtung verbracht habe.

Bitte schaut Euch auch den Blog von COFFEE TEA TRIP mit den beeindruckenden Bildern an.

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